Welche Variante ist die Beste für das neue Eigenheim?

Welche Variante ist die Beste für das neue Eigenheim?

Farbeimer
zivica / Pixabay

Der Bau des neuen Eigenheims oder aber die Renovierung des Altbestandes ist endgültig abgeschlossen, doch die Arbeit nimmt kein Ende: es fehlt noch der letzte Feinschliff – der Anstrich. Zuerst stellt sich die Frage, ob man zum örtlichen Fachmann geht oder ob ein erneuter Baumarktbesuch fällig wird. Die Auswahl in den Regalen im Baumarkt ist schier unendlich, doch auf was muss man als Laie beim Farbenkauf achten? Mehrere Fragen tauchen in diesem Zusammenhang auf: „Welche Farbe ist die beste Wahl für meine Wohnräume?“, „Wie erkenne ich eine gute Farbe?“, „Was ist beim Kauf der Wandfarbe achten“ – all diese Fragen möchte ich heute klären.

Lohnt es sich teure Farbe zu kaufen?

Deckkraft
Capri23auto / Pixabay

Die Preisunterschiede in den Regalen sind fast erschreckend. So stellt man sich hier die Frage, ob es nicht auf die billige Farbe tut, da man ja immer aufs Sparen bedacht ist. Die klare Meinung des Fachhändlers ist hier: Nein! Dies liegt weniger daran, dass der Fachmann seine Ware verkaufen will. Billige Farbe sorgt zumeist, egal wie professionell die Farbe an die Wand gebracht wurde, für unschöne Wände. Die Farbe erscheint blass, nicht aussagekräftig und sorgt meist für gestreifte Wände. Ein weiterer Nachteil von billigen Farben ist, dass häufig ein zweites Mal gestrichen werden muss um die gleiche Deckkraft zu erreichen. Das führt wiederum dazu, dass die doppelte Menge an Farbe benötigt wird. Man erspart sich also sehr viel Zeit und Nerven, wenn die teurere Farbe genommen wird. Letztlich kann es sogar sein, dass es zu einer Ersparnis kommen kann, da Quantitativ weniger Menge Farbe benötigt wird.

Worauf sollte beim Kauf von Wandfarben geachtet werden?

Beim Kauf von Farbe für die Wand sollte unter anderem die Deckkraft der gewünschten Farbe, die Nassabriebsklasse der Farbe sowie auch der Glanzgrad und der Weißgrad der Farbe berücksichtigt werden.

Die Deckkraft einer Wandfarbe

Deckkraft von Wandfarbe
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Alle Wandfarben werden einen bestimmten Grad an Deckkraft zugewiesen. Dieser Grad wird Deckkraftklasse genannt und hat eine Skala von 1 bis 4. Die Zahl 1 steht hierbei für die höchste Deckkraft, während die Stufe 4 für das geringste Deckvermögen sorgt.
Der große Vorteil der Deckkraft Stufe 1 ist, dass meist ein Anstrich reicht. Bei den niedrigeren Klassen 2 bis 4 muss in der Regel zweimal – zum Teil sogar noch öfter – gestrichen werden, bis das gewünschte Ergebnis erreicht wird.
Vor allem wenn die bestehende Wand bereits farbig gestaltet ist, wird es mit geringerer Deckkraft nahezu unmöglich, diese zu überdecken. Mehrmaliges Streichen mit geringer Deckkraft sorgt unter anderem auch noch zu dem Problem, dass es zur Streifenbildung an der Wand kommt.

Die Nassabriebsklasse der Farbe

Schnell entsteht ein neuer Fleck an der frisch gestrichenen Wand. Die Frage ist zumeist, ob sich dieser mit einem feuchten Lappen entfernen lässt. Diese Frage wird durch die Nassabriebsklasse, welche in insgesamt 5 Stufen eingeteilt wird, beantwortet.
Auch hier steht die Stufe 1 für die höchste Strapazierfähigkeit und somit die höchste Reinigungsfähigkeit. Mit der Klasse 1 kann trockener Schmutz also problemlos mit einem Lappen entfernt werden. Dies ist meistens bei Latexfarben der Fall. Für den Standardgebrauch zu Hause reicht auch schon die Stufe 2 aus. Denn bereits ab der 2. Nassabriebsklasse gilt die Farbe als scheuerbeständig. Auch hier ist also bereits ein abwischen der Wand problemlos möglich. Allerdings gilt auch hier, dass nur die höherklassigen Qualitätsfarben diese Merkmale erfüllen.

Welcher Glanzgrad ist für mich passend?

Ausschlaggebend ist hier vor allem der eigene Geschmack. Mit dem Glanzgrad soll dem Kunden die Optik der Farbe beschrieben werden, welche er im getrocknetem Zustand haben wird. Auch hier gibt es mehrere Unterscheidungen, diese sind: stumpfmatt, matt, seidenmatt, seidenglänzend, glänzend und hochglänzend. Die beliebtesten sind allerdings matt und seidenglänzend. Ein entscheidender Grund für glänzende Farben ist meist auch die Reinigungsfähigkeit. Glänzende Farben sind einfach zu reinigen als matte Farben.

Was ist der Weißgrad einer Farbe?

Am auffälligsten ist der Qualitätsunterschied von Farben beim Weißgrad. Dieser bezeichnet die Reinheit und die Strahlkraft von Farben. Bei qualitativ niedrigeren Farben werden weniger Weißpigmente und mehr Füllstoffe verwendet. Demensprechend entsteht, trotz mehrmaligen Streichen, ein Graustich.

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