Welche unterschiedlichen Dachformen gibt es?

Welche unterschiedlichen Dachformen gibt es?

Das Satteldach ist das populärste
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Früher war es üblich Dachformen und auch Eindeckungen sehr ähnlich zu gestalten. Dies hat sich bis zum heutigen Tag sehr gewandelt. Der Form und Farbe eines Daches sind die Grenzen stark geweitet worden. Die unterschiedlichsten Formen und auch Farben können mittlerweile mit relativen Aufwand umgesetzt werden. Als eine der populärsten Formen gilt das Satteldach. Doch auch das Pultdach oder Mansarddach sind Dachformen, welche nicht unüblich bei uns sind. Doch wie unterscheiden sich die verschiedenen Dächer? Diese Frage möchte ich heute genauer beleuchten.

Das Satteldach

Laut Statistiken und Meinungsumfragen ist das Satteldach nach wie vor die beliebteste Dachform in Deutschland. Es besitzt bei zwei geneigte Dachflächen, welche sich am höchsten Punkt, dem Dachfirst treffen. Die Form des Daches ist hierbei symmetrisch, das heißt, beide Seiten haben den gleichen Neigungswinkel. Durch die gerade Gestaltung des Daches wirkt es immer solide und sehr zeitlos. Das heißt aber im Umkehrschluss nicht, dass ein Satteldach langweilig und immer gleich sein muss: Ein Satteldach kann jederzeit mit anderen Dachformen verbunden werden und somit zu einem Augenfang werden. Auch Gauben und Dachfenster stellen kein Problem dar.

Das Pultdach

Im Gegensatz zu dem Satteldach hat ein Pultdach nur eine geneigte Dachfläche. Es gilt als moderne Variante der Dachformen. Da nur auf einer Seite Dachfläche ist, kann auf der anderen Seite maximaler Sonneneinfluss und somit Helligkeit geschöpft werden. Auch die Lösung für zwei versetzte Wohnebenen kann architektonisch mittlerweile einwandfrei gelöst werden: Es werden versetzte oder aber doppelte Pultdächer auf die Neubauten gesetzt. Auch das gesamte Design des Hauses kommt hierbei nicht zu kurz.

Das Flachdach

Flachdach
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Wie der Name bereits sagt, besitzt ein Flachdach nahezu keine, beziehungsweise nur eine sehr geringe, Dachneigung. Diese liegt in der Regel bei bis zu 10 Grad. Je nach Bundesland lassen sich bei der genauen Definition leicht unterschiede finden. Bereits seit den 19020er Jahren ist das Flachdach auf dem Markt, allerdings zeigt es auch Nachteil auf, welche sich nicht von der Hand weisen lassen. Flachdächer bedürfen einer besonderen Abdichtung. Hier muss sehr sorgfältig gearbeitet werden, da sich Nässe auf dem Dach ansammeln kann, welche im schlimmsten Fall nach innen wandern kann. Aus diesem Grund wird Besitzern von Flachdächern gerne ans Herz gelegt, regelmäßig die Dichtigkeit ihres Daches zu kontrollieren. Hinzu kommt, dass ein Flachdach immer der vollen Wetterlage ausgesetzt ist. Während andere Dachformen hauptsächlich immer nur von einer Seite betroffen sind, bekommen Flachdächer immer die volle Belastung von UV-Strahlung, Hagel und ähnlichem ab.

Das Mansarddach

Mansarddach
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Die Form des Mansarddaches kommt ursprünglich aus der Barockzeit. Das Aussehen des Mansarddaches verleiht einem Gebäude einen edlen Touch. Eigentlich handelt es sich bei einem Mansarddach um ein zweigeteiltes Satteldach, welches verschiedene Dachneigungen aufweist. Durch diese besondere Bauform entsteht in den Wohnräumen der Vorteil, dass große und helle Räume entstehen. Auch in dem unterem und deutlich steileren Teil des Daches kann problemlos ein Dach- oder Gaubenfenster eingelassen werden.

Das Zeltdach

Das Zeltdach ist eine Dachform, welche man nur sehr selten antrifft. Es kann in der Regel kann man es nur auf quadratischen oder zumindest annährend quadratischen Grundrissen errichtet werden. Es besteht aus insgesamt mindestens 3 Dachflächen, welche gegeneinander geneigt sind. Sie alle laufen am First zusammen. Das Haus punktet nicht nur mit seiner Optik positiv, auch die Raumaufteilung gewinnt von dieser Dachform. Die Form des Daches ermöglicht es, dass in jeder Etage eigene Fenster eingebaut werden können und so wirkt das Haus extrem lichtdurchflutet.

Das Walmdach

Walmdach
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Dem Walmdach wird nachgesagt, die Urform des Daches zu sein. Es ist zu allen vier Hausseiten abfallend. Dadurch entsteht der optische Eindruck, dass das Gebäude einen Hut trägt. Durch diese Tatsache entfallen die Giebelseiten eines Hauses und das Dach bietet den Wohnhäusern nochmals zusätzlichen Schutz. Vor allem in sehr witterungsgeplagten Regionen findet sich diese Bauweise.

Das Krüppelwalmdach

Das Krüppelwalmdach stellt die moderne Variante des Waldmdaches dar. Heutzutage ist es üblich, dass die Giebel der Front- und Rückseite nur noch teilweise abgewalmt werden. Somit soll das Gleichgewicht gefunden werden, zwischen der optimierten Nutzbarkeit des Dachgeschosses und dem Tageslichteinfall ins Obergeschoss.

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