Mit Schallschutzglas für mehr Ruhe sorgen

Mit Schallschutzglas für mehr Ruhe sorgen

Ob in der Nähe des Flughafens, des Spielplatzes für den Nachwuchs oder an der Hauptverkehrsstraße: Wer hier lebt, wird die Vorteile von Schallschutzglas garantiert zu schätzen wissen. Doch auch in anderen Bereichen kann das Schallschutzglas für Fenster durchaus Vorteile mit sich bringen – schließlich möchte man nach einem anstrengenden Arbeitstag durchaus die Ruhe in den eigenen vier Wänden genießen. Doch was ist Schallschutzglas, was sind seine Besonderheiten und wie funktioniert es?

 

Warum lohnt sich ein Fenster mit Schallschutzglas?

Generell kann sich ein Fenster mit Schallschutzglas lohnen – vor allem in den Wohn- und Schlafbereichen. Hier sind störende Geräuschquellen besonders wenig erwünscht. Das hat auch gesundheitliche Gründe, denn Studien haben mittlerweile erwiesen, dass zu hohe Geräuschpegel im Schlafzimmer den nächtlichen Schlaf negativ beeinflussen können. Langfristig führt das zu einem geringeren Erholungsgrad trotz ausreichend langer Schlafphasen.

Infolgedessen kann es tagsüber zu Gereiztheit, Konzentrationsstörungen und Co. kommen. Langfristig sind sogar gesundheitliche Nachteile, wie ein erhöhtes Risiko für Bluthochdruck oder einen Herzinfarkt denkbar. Aus diesem Grund sind Fenster mit Schallschutzglas eine lohnenswerte Investition.

 

Schallschutzglas wird in Schallschutzklassen (SSK) eingeteilt

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Das Schallschutzglas kann Geräusche von außen unterschiedlich gut abhalten, je nachdem, welcher Schallschutzklasse es angehört. Insgesamt wird zwischen den Schallschutzklassen eins bis sechs unterschieden. Je höher die SSK, desto besser ist auch der Schallschutz.

In unmittelbarer Nähe zu hohen Geräuschquellen, wie dem eingangs erwähnten Flughafen oder der Hauptverkehrsstraße empfehlen sich daher Schallschutzfenster mit der SSK 6. In ruhigen Anwohnerstraßen reichen dagegen in der Regel Fenster mit der SSK 1 aus.

 

 

Wie funktioniert Schallschutzglas?

Wer die Funktionsweise von Schallschutzglas verstehen will, muss sich zunächst mit dem Lärm, wie er entsteht und sich verteilt, befassen. Kindergeschrei oder Verkehrslärm wird in Form von Schallwellen durch die Luft getragen. Sobald diese Schallwellen auf einen festen Gegenstand, wie etwa das Fensterglas treffen, versetzen sie es in Schwingung. Bei modernen Mehrscheiben-Verglasungen wird die Schwingung von der äußeren Fensterscheibe 1:1 auf die innere Fensterscheibe übertragen. Die Schwingungen können sich dabei noch verstärken, so dass ein recht hoher Geräuschpegel in den Innenraum dringt.

Anders sieht das beim Schallschutzglas aus, das sich durch seinen asymmetrischen Aufbau auszeichnet. Das heißt, dass die einzelnen Glasscheiben unterschiedlich dick ausfallen. Dadurch wird die Schwingung nicht 1:1 übertragen. Das wiederum führt dazu, dass sich die Schwingungen abschwächen und weniger Lärm in den Innenraum eindringen kann.

 

Schallschutzglas lässt sich kombinieren

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Hohe Schallschutzklassen sollte man vor allem für die Wohn- und Schlafräume auswählen. Küche, Bad und Flur dagegen kommen mit geringeren SSK aus. Das macht dann auch die Investition in diese Fenster weniger schwierig, da nicht alle Fenster eines Hauses mit einer sehr hohen SSK versehen werden müssen.

Gleichzeitig lässt sich modernes Schallschutzglas mit weiteren Komforteigenschaften kombinieren. Besondere Bedeutung kommt hierbei dem Wärmeschutz des Fensters zu. Schließlich gelten Fenster als größte Wärmeverlustfläche im Haus. Laut Energieeinsparverordnung müssen deshalb alle neuen Fenster bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Diese lassen sich ebenso in Verbindung mit Schallschutzglas erreichen.

Auch die Kombination des Schallschutzglases mit einem Einbruchschutz am gesamten Fenster ist denkbar und sinnvoll. Schließlich fördert dieser die Sicherheit der Bewohner und gewinnt immer mehr an Bedeutung. Manche Fensterhersteller bieten einen Basis-Einbruchschutz sogar schon serienmäßig und ohne Aufpreis an.

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